Raue Grasnatter (Opheodrys aestivus): Haltung und Infos

Raue Grasnatter (Opheodrys aestivus): Haltung und Infos
Foto: Matt Jeppson/Shutterstock.com
Raue Grasnatter (Opheodrys aestivus): Haltung und Infos
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Die Raue Grasnatter kommt in südlichen Teilen der USA bis nach Mexiko vor. Hier lebt sie hauptsächlich in grasigen Gebieten an dicht bewachsenen Ufern. Sehr oft hält sie sich auch im Wasser auf.

Aussehen der rauen Grasnatter

 Raue Grasnattern können bis über 1 m lang werden. Die grünen Schlangen sind sehr schlank und gestreckt. Der grasgrüne Kopf ist nur eine wenig vom Hals abgesetzt. Die Bauchunterseite ist eierschalenfarben bis gelblich gefärbt. Weibchen sind in der Regel meist länger und kräftiger als die Männchen. Jedoch haben männliche Tiere einen längeren Schwanz und eine höhere Anzahl größere Schuppen auf der Schwanzunterseite (Subcaudalschild).

Lebensweise der rauen Grasnatter

Die Raue Grasnatter lebt am Boden, aber auch auf Bäumen. Sie ist tagaktiv. Diese Nattern bewegen sich sehr flink. Sie bleiben jedoch bei Annäherung ruhig. Beim Ergreifen windet sich die Schlange sehr stark, aber beißt nur selten zu. Die Schlangen halten eine viermonatige Winterruhe.

Haltung der rauen Grasnatter

Die Raue Grasnatter ist nicht für Anfänger geeignet. Es handelt sich hier um eine empfindliche Art, wo doch Fachkenntnisse und Erfahrung notwendig sind. Für die Haltung eignet sich ein Halbfeuchtterrarium bzw. ein Holzterrarium in ausreichender Größe. Es muss ausreichend hoch sein mit ausreichend Kletterästen, Versteck- und Rückzugsmöglichkeiten in einer dichten Bepflanzung. Es können hier auch echte Pflanzen Verwendung finden. Weiterhin muss ein großes Wasserbecken vorhanden sein. Das Bodensubstrat sollte mit Moos oder auch Laub abgedeckt werden. Tagsüber ist eine Lufttemperatur zwischen 25 und 30 °C ideal. Nachts sollte eine Absenkung auf 15 bis 20 °C erfolgen. Grasnattern brauchen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Sie muss zwischen 80 und 90 % liegen. Empfehlenswert ist eine Wassertemperatur des Beckens von 18 bis 20 °C. Weiterhin ist eine 12 bis 14stündige tägliche Beleuchtung notwendig.

Bei dieser Schlangenart ist eine Gruppenhaltung durchaus möglich. Jedoch sind die Tiere bei einem zu dichten Besatz gestresst. Wichtig ist eine gute Belüftung. Allerdings muss beachtet werden, dass die Schlangen gegen Stauluft, aber auch gegen Zugluft äußerst empfindlich sind. Bei einer paarweisen Haltung ausgewachsener Tiere muss das Terrarium eine Größe von 80x40x80 cm aufweisen. Neben der Rauen Grasnatter gibt auch noch die Glatte Grasnatter (Opheodrys vernalis). Sie lebt in Ebenen und im Hügelland, auch in Gebirgen von Südkanada bis Texas. Allerdings ist diese Schlange im Terrarium schwieriger zu halten und wird daher auch im Handel selten angeboten.

Nahrung der rauen Grasnatter

In der Natur ernähren sich die Grasnattern von Insekten und Spinnen. Bei einer Terrarienhaltung stehen verschiedene Futtertiere wie Spinnen, Laubheuschrecken, Schaben, Raupen, Grillen und Tausendfüßler zur Auswahl. Hier ist jedoch wichtig, dass die Futtertiere auch regelmäßig mit einem Multivitamin- und Kalziumpräparat versehen werden.

Fortpflanzung der rauen Grasnatter

Für eine erfolgreiche Nachzucht ist unbedingt eine mehrwöchige Winterruhe bei tagsüber 20 °C und nachts bei 14 bis 16 °C notwendig. Ebenfalls muss dann die Beleuchtungsdauer verkürzt werden. Grasnattern sind eierlegend. Ein Gelege kann aus 3 bis 12 Eiern bestehen. Bei einer Temperatur von 26 bis 27 °C schlüpfen dann nach 50 bis 60 Tagen die Jungen. Sie sind 12 bis 15 cm lang.

Über Marvin 139 Artikel
Der Autor beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Haltung von Reptilien und schreibt darüber und zu zahlreichen Terraristik-Themen in diesem Blog.

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