Lygodactylus Kimhowelli

Der Lygodactylus Kimhowelli ist in Tansania (Endemisch) von der Tanga bis hin zur kenianischen Grenze beheimatet.


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Über die Lebensweise von Lygodactylus Kimhowelli ist bis heute wenig bekannt. Man weiß, dass es baumbewohnende und sonnenliebende Zwerggeckos sind, die höchstwahrscheinlich in ihrer natürlichen Umgebung primär an dicken Baumstämmen anzutreffen sind.

Mit einer Gesamtlänge von 9cm gehört der Lygodactylus Kimhowelli zu den größeren Vertretern der Gattung Lygodactylus. Dabei erreichen Männchen und Weibchen in etwa dieselbe Größe und haben auch dieselbe Färbung.

Der Kopf ist ist durch seine gelbe Färbung und vier schwarzen Linien gezeichnet, welche sich bis zur Schwanzwurzel durchziehen. Einzig der Kopf ist gelb und wechselt die Farbe in Höhe der Vorderbeine zu einem blau-grauen Gemisch. Die Färbung der Jungtiere ist nahezu identisch der Färbung adulter Lygodactylus Kimhowelli. Einzig der Bauch ist in den ersten Lebensmonaten rot gefärbt.

Beinahe üblich für alle Vertreter der Gattung Lygodactylus, besitzt auch der Kimhowelli sogenannte Haftlamellen an Zehen, als auch an der Unterseite der Schwanzspitze. Das es ein tagaktiver Zwerggecko ist, erkannt man sehr gut an den rundlichen Pupillen.

lygodactylus kimhowelli
Der Lygodactylus Kimhowelli

Lygodactylus Kimhowelli: Haltung und Terrarium-Anforderungen

Da es sich bei dem Lygodactylus Kimhowelli um einen vergleichsweise großen Zwerggecko handelt, sollte man ein entsprechend großes Terrarium bevorzugen. Eine Mindesthöhe von 40cm wäre auf jeden Fall ratsam. Bei einem paarweisen Besatz können in der Grundfläche 40 x 40 cm durchaus ausreichen – generell gilt aber natürlich: Je größer desto besser.

Da der Kimhowelli von einem sehr territoriales Verhalten geprägt ist, ist davon abzuraten, mehrere Männchen zusammen in einem Terrarium zu halten. Mehrere Weibchen hingegen können sich schon vertragen – im Zweifel muss man es einfach testen.

Als Rück- und Seitenwände eignen sich Korkrückwände und Rindenstücke ideal. Dadurch bekommen die Kimhowelli zum einen Sichtschutz und zum Anderen zusätzliche Lauf- und Kletterflächen. Als Bodengrund empfiehlt sich ein Gemisch aus Sand und Erde – an für sich kann da nicht viel falsch machen.

Bogenhanf macht sich ideal in einem Kimhowelli-Terrarium, da die Blätter gerne von den Zwerggeckos als zusätzliche Lauffläche genutzt werden und die Blatttrichter zur Eiablage nahezu ideal sind und auch gerne angenommen werden. Zusätzlich können gut kleinere Rankpflanzen in das Terrarium gesetzt werden.

Die Beleuchtung sollte auf Grund dessen, dass die Kimhowellis die Sonne lieben, nicht zu kurz kommen. Dazu eignen sich beispielsweise zwei T5 Röhren mit Tageslichtspektrum und zusätzlichem Halogenspot. Die Temperatur im Terrarium sollte immer um die 24 – 28°C betragen. Lokale Wärme von circa 40°C kann durch einen lokalen Wärmespot erreicht werden. Zudem sollte täglich ein bis zwei mal das Terrarium mit Wasser besprüht werden (idealerweise die Pflanzen), damit eine Luftfeuchtigkeit von 60 – 70% gegeben ist.

Zwecks Fütterung des Lygodactylus Kimhowelli eignen sich verschiedenste Arthropoden in einer für die Zwerggeckos zu bewältigenden Größe. So zum Beispiel Grillen, Wachsmotten, Ofenfischchen oder Asseln. Eine gelegentliche Bestäubung des Futters mit Vitamin- und Calciumpräparaten sollte ebenfalls vorgenommen werden. So kann man Krankheiten und Mangelerscheinungen ideal vorbeugen.

Über Marvin 107 Artikel
Der Autor beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Haltung von Reptilien und schreibt darüber und zu zahlreichen Terraristik-Themen in diesem Blog. Marvin ist gelernter IT-Systemkaufmann und beruflich im Web tätig (web-malocher.de). Zu seinen Haustieren zählen neben den Zwerggeckos auch Leopardgeckos und ein Amerikanischer Collie.

5 Kommentare zu Lygodactylus Kimhowelli

  1. Sehr schöner Beitrag. Ich interessiere mich auch für Zwerg Geckos, mehr aber in die Richtung von Gonatodes Arten. Wie hoch soll eigentlich der Bodengrund bei diesen Tieren eingebracht werden. In Plan steht bei mir ein Terrarium B 50 – T 30 – H 60 für ein Pärchen.

    • Hallo Thomas,

      danke für dein Lob.
      Also erfahrungsgemäßg reicht es, wenn der Bodengrund 2-3cm tief eingebracht wird, da die kleinen Tierchen ohnehin nicht großartig graben.

      VG
      Marvin

  2. Das Lob war ehrlich gemeint, wirklich ein sachlicher Beitrag. Die Terrarien-Größe dürft wie ich sie geplant habe doch ok sein. B 50 – T 30 – H 60 für ein Pärchen. Normal wollte ich eine Breit von 40 machen, würde ich dann standardmäßig kaufen können, für 50 habe ich mich entschieden, da die Dekoration ja auch noch rein muss. Leider halt dann Sonderanfertigung.

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