Gottesanbeterin: Infos zur Haltung und mehr

Gottesanbeterin: Infos zur Haltung und mehr
Foto: homar/pixabay.com
Gottesanbeterin: Infos zur Haltung und mehr
Bewerte diesen Beitrag

Gottesanbeterinnen gehören zu den faszinierendsten Insekten, die sich für die Terrarienhaltung eignen. Besonders bekannt sind sie zum einen durch die namengebende Haltung der Fangbeine, die in Ruhestellung betenden Händen gleichen. Zum anderen ist natürlich die kannibalistische Lebensweise ein Begriff, der mitunter die Männchen selbst bei der Paarung zum Opfer fallen.

Die Gottesanbeterin in ihrem natürlichen Lebensraum

Die Ordnung der Fangschrecken oder Manditen umfasst mehrere Arten, die hauptsächlich in den Tropen und Subtropen vertreten sind. In Mitteleuropa gibt es nur eine Art, die Europäische Gottesanbeterin. Für die Haltung im Terrarium sind vor allem Arten aus Afrika und Asien geeignet.

Gottesanbeterinnen können sich in Form und Färbung stark unterscheiden, was durch die Anpassung an unterschiedliche Lebensräume hervorgerufen wird. Die meist ruhige Lebensweise in Lauerstellung unterstützt zusätzlich die hervorragende Tarnung. Außerdem können die Tiere sich vor Fressfeinden mit einer Drohhaltung schützen, bei der die Flügel ausgebreitet und Warnfarben oder große Augen sichtbar werden.

Alle Manditen sind ihrerseits Fleischfresser, die sich von Insekten und Spinnen ernähren. Gottesanbeterinnen gehören zu den Insekten mit einer unvollständigen Metamorphose, das heißt, die Entwicklung vom Ei zum ausgewachsenen Tier umfasst mehre Stadien mit sich wiederholenden Häutungen. Die Lebensdauer beträgt insgesamt ein bis zwei Jahre. Männchen und Weibchen können sich in Form und Färbung und vor allem in der Größe unterscheiden.

Haltung der Gottesanbeterin

Fangschrecken lassen sich je nach Art einzeln in Terrarien pflegen. Weibchen standorttreuer Arten können auch auf einer freistehenden Zimmerpflanze gehalten werden. Allerdings muss dann das Raumklima an die Bedürfnisse der Gottesanbeterin angepasst sein. Zur Gruppenhaltung sind die meisten Manditen wegen des Kannibalismus nicht geeignet.

Terrarien sollten mindestens eine Bodenfläche von 20x20cm aufweisen. Dabei ist es günstiger wenn die Höhe großzügiger bemessen wird. Gottesanbeterinnen hängen gern kopfüber und häuten sich auch in dieser Haltung. Die Einrichtung kann mit Ästen und Pflanzen erfolgen, auch hierbei muss auf ausreichend Platz zur Häutung geachtet werden.

Die günstigste Temperatur liegt zwischen 25 und 28 Grad und sollte auch nachts nicht zu stark absinken. Zur Erwärmung geeignet sind entsprechende Lichtquellen. Fangschrecken benötigen eine Luftfeuchtigkeit zwischen 50-60%, dazu wird täglich das Terrarium mit Wasser eingesprüht. Es schadet nicht, wenn dabei auch die Tiere nass werden, im Gegenteil sie nutzen die Wassertropfen an den Fangarmen als Wasserquelle. Ein zusätzlicher Trinknapf ist nicht notwendig.

Zur Ernährung eignen sich Insekten wie Grillen, Schaben, Heuschrecken, Heimchen, Maden oder Fliegen. Es ist dabei zu beachten, dass räuberische Futterinsekten nicht lebend im Terrarium verbleiben. Sie können einer sich in der Häutung befindlichen Gottesanbeterin gefährlich werden.

Bei der Zucht von Gottesanbeterinnen ist darauf zu achten, dass die Weibchen ausreichend gefüttert werden, das erhöht die Überlebenschance der Männchen. Nach erfolgreicher Paarung legt das Weibchen Eier die in einem Kokon geschützt sind, aus diesem schlüpfen schließlich die Larven die sich sofort ein erstes Mal häuten.

Über Marvin 136 Artikel
Der Autor beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Haltung von Reptilien und schreibt darüber und zu zahlreichen Terraristik-Themen in diesem Blog.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*