Leistenkrokodil: Das gefährlichste Reptil der Neuzeit

Leistenkrokodil
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Leistenkrokodil: Das gefährlichste Reptil der Neuzeit
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Als mächtig und beeindruckend kann man das Leistenkrokodil durchaus bezeichnen, auch wenn man es selbst nicht in der freien Wildbahn begegnen möchte. Von der Größe her gibt es kein Reptil, das dieser Krokodilart das Wasser reichen kann, dementsprechend steht es auf der Nahrungskette ganz weit oben – manchmal sogar über dem Menschen.

Das Größte aller Reptilien

Das Leistenkrokodil gehört zu der Familie der „Echten Krokodile“ und nimmt teilweise extreme Größen an. In der Regel besitzen die männlichen Tiere in Länge um die 5 Meter. Die Länge der weiblichen Tiere liegt meist knapp über 3 Meter. Allerdings können auch die Leistenkrokodile durchaus noch größer werden. Es sollen auch schon Exemplare gesichtet worden sein, die eine Länge von bis zu 8 Metern aufweisen. Diese Gattung ist somit mit Abstand die größte Krokodilart unserer Zeit.

Das „Crocodylus porosus“ (lateinisch) hat einen Körper, der sehr breit ist. Die Schnauze ist größer und breiter verglichen mit anderen Arten und somit lässt es sich gut unterscheiden. Den Namen verdient sich das Leistenkrokodil durch zwei Grate, die sich bei den Augen beginnend schräg über die Schnauze ziehen. Von der Farbgebung sind die Krokodile dieser Art grau oder graubraun. Es gibt aber genauso gut goldbraune Exemplare sowie schwarze oder weiße Krokodile. Es besitzt eine gleichmäßige Rückenpanzerung, die bis direkt hinter den Kopf geht. Die Sinneszellen befinden sich an dem Bauch und an der Schnauze des Tieres. Mit diesen Sinneszellen nimmt das Krokodil Vibrationen im Wasser auf und kann die Beute aufspüren.

Lebensraum des Leistenkrokodils

Diese Krokodilart wird auch gerne Salzwasserkrokodil genannt. Dabei beschränkt sich der Lebensraum der Salzwasserkrokodile, oder auch „Salties“ nicht nur auf das Salzwasser. Sie sind die einzigen Krokodile, die man sowohl im Salzwasser aber auch im Süßwasser vorfindet. Jedoch kann man auch in Brackwasser, Sümpfen oder Flüssen auf sie treffen.

Geht man von dem normalen Lebensraum des Leistenkrokodils aus so sind es entweder Mangrovensümpfe oder Flussmündungen, die als Brackwasserzonen gelten. Allerdings findet man das Leistenkrokodil auch in Süßwasserflüssen wieder und unter Umständen auch im Landesinneren. So können sie sich auch in Sümpfen oder großen Seen niederlassen, wo sie durchaus zu einer Gefahr für Menschen werden können. Allerdings ist die allgemeine Verbreitung dieser Krokodilart enorm hoch. Die gesamte Verbreitung ist so groß, dass sie bisher noch nicht vollständig aufgeklärt werden könnte. Es wurden auch Tiere gesichtet, die mehrere Hunderte Kilometern vom Land entfernt gesichtet wurden. Somit könnte sich die Verbreitung und der Lebensraum auf die ganze ozeanische Inselwelt ausbreiten.

Jagd und Ernährung

Das Leistenkrokodil ist ein sehr schlaues Lebewesen, das seine Beute auf verschiedenen Art und Weisen erlegt. Dies kommt ganz auf die Größe der Beute an und wie sehr sich diese zur Wehr setzt. Die gängigste Methode dieser Krokodile ist es, aus dem Wasser zu schnellen, ihre Beute mit der großen Schnauze zu packen und es unter Wasser zu ziehen. Anschließend warten sie bis ihre Beute ertrunken ist um es dann ohne Gegenwehr zu verzehren.

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Sollte das Krokodil auf ein Lebewesen treffen, das sich stark wehrt haben sie eine andere Methode. In diesem Fall wird die Beute mit der Schnauze gepackt und anschließend drehen sich die Krokodile um ihre eigene Achse. So wird die Beute von dem Beinen gerissen und kann sich nicht mehr wehren. Bei einem großen Tier verpassen sie dem Tier ebenfalls Schläge mit dem Kopf und können der Beute so sämtliche Knochen brechen um es leichter in das Wasser zu ziehen wo sie ihre Beute verzehren. Diese Krokodilart ist allerdings auch ein Rudeltier wenn es um die Jagd geht. Besonders große Lebewesen, wie beispielsweise Büffel, werden von mehreren Leistenkrokodilen erlegt, die gleichzeitig zupacken und die Beute gemeinschaftlich ertränken.

Die Leistenkrokodile ernähren sich allerdings auch von Fischen. Sie suchen sich meistens eine große Anhäufung von Fischen auf und treiben die Fische in die Enge. Sie schwimmen dabei längsseits Richtung Ufer und lassen nur eine minimale Lücke zwischen dem Ufer und ihrem Maul. Sobald der Schwarm vorbeischwimmt schnappen sie zu und bekommen so eine Vielzahl von Fischen.

Fortpflanzung

Während die Männchen erst mit etwa 16 Jahren die Geschlechtsreife annehmen ist das Weibchen bereits mit 10 Jahren bereit zur Fortpflanzung. Das Leistenkrokodil baut sich ein Hügelnest aus Pflanzen in dem durchaus bis zu 80 Eier Platz nehmen. Das Nest wird von dem Krokodil bewacht bis die Jungen schlüpfen. Auch nachdem die Jungtiere geschlüpft sind werden sie noch etwa 8 Wochen bewacht um die geringe Überlebenschance von gerade einmal 70% aufrecht zu erhalten. Das Männchen bewacht in dieser Zeit das Ganze Revier rund um dem Nest, während die Aufmerksamkeit des Weibchens direkt bei der Brutstelle liegt.

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