Grüner Hundskopfschlinger (Corallus caninus): Haltung, Infos und mehr

Grüner Hundskopfschlinger (Corallus caninus): Haltung, Infos und mehr
Foto: Michael Zysman/Shutterstock.com

Den grünen Hundskopfschlinger findet man im tropischen Südamerika. Bevorzugt lebt er in tropischen Waldgebieten, auch oft in der Nähe zu Gewässern.

Aussehen des grünen Hundskopfschlingers

In der Regel werden diese Schlangen bis zu 2 m lang, mitunter auch 3 m, allerdings eher seltener. Der Grüne Hundkopfschlinger kann sehr leicht mit dem Grünen Baumpython aus Australien verwechselt werden. Der Körper ist leicht abgeflacht und der trapezförmige Kopf vom Hals leicht abgesetzt. Die Schlangen besitzen einen Greifschwanz. Die Grundfärbung ist leuchtend grün. Die Bauchseite ist hellgelb bis hellgrün gefärbt. Die Rückenfärbung ist von weißen Bändern oder Flecken unterbrochen. Die Musterung der Jungtiere ist ähnlich, allerdings sind sie rötlich-orange oder bläulich-grün gefärbt.

Lebensweise des grünen Hundskopfschlingers

Der Grüne Hundskopfschlinger ist ein Baumbewohner. So hält er sich mit seinem Greifschwanz an den Ästen fest. Tagsüber lässt er dann seinen Körper in Schlingen herunterhängen. Dies ist für ihn eine perfekte Tarnung. Die Schlange ist nachtaktiv. Alttiere gehen in Wipfeln der Bäume auf Beutefang. Im Gegensatz dazu leben Jungtiere in niedrigeren Bäumen und Büschen.

In der Regel ist der Grüne Hundkopfschlinger verhältnismäßig ruhig. Jedoch kann er bei Störungen sehr schnell zu beißen. Dies kann doch recht unangenehm werden, da die Schlange als Vogelfresser sehr lange und auch kräftige Vorderzähne besitzt, damit sie das Gefieder der Beute auch gut durchdringen kann.

Die Schlangen halten keine Winterruhe.

Haltung des grünen Hundskopfschlingers

Diese Schlangen sind für Anfänger nicht empfehlenswert. Das Feuchtraumterrarium muss verhältnismäßig hoch sein, mit Kletterästen und robusten echten oder auch künstlichen Pflanzen ausgestattet werden. Da der Grüne Hundskopfschlinger ein ausgezeichneter Schwimmer ist, sollte auch ein großes Badebecken mit einer Wassertemperatur von 25 °C aufgestellt werden. Unter einem Heizstrahler angebrachte waagerechte Äste werden gern als Sonnenplätze angenommen. Hier sollte eine Temperatur zwischen 30 und 35 °C herrschen. Das Bodensubstrat muss eine Höhe von mindestens 20 cm haben. Es kann aus Laub, Erde und Torf bestehen. Tagsüber ist ist eine Lufttemperatur zwischen 25 und 30 °C ideal. Nachts sollte eine Abkühlung auf 20 bis 25 °C erfolgen. Wichtig ist eine hohe Luftfeuchtigkeit. Sie sollte zwischen 70 und 100 % liegen. Allerdings ist darauf zu achten, dass keine stehende Luft vorkommt. Eine gute Belüftung ist notwendig. Zudem sollte regelmäßig besprüht werden, da manche Tiere nicht aus Wasserschalen trinken. Sie lecken in diesem Fall die Tropfen von den Oberflächen ab. Empfehlenswert ist die Verwendung eines Ultraschallverneblers. Der Grüne Hundskopfschlinger braucht täglich 12 Stunden Beleuchtung. Die Schlangen können paarweise oder auch in Gruppen gehalten werden. Allerdings darf dann nur ein Männchen in der Gruppe sein. Für eine paarweise Haltung ausgewachsener Tiere sollte die Terrariengröße mindestens 150x100x200 cm aufweisen. Ab dem dritten Tier ist dann  20 % mehr Grundfläche notwendig.

Nahrung des grünen Hundskopfschlingers

Der Grüne Hundskopfschlinger erdrosselt seine Beute wie Vögel Echsen, Frösche und Säuger. In der freien Natur lauert er ihr auf Bäumen auf. Auch bei einer Terrarienhaltung wird das Futter meist nur lebend angenommen. Zuweilen können diese Schlangen recht heikle Fresser sein. Als Beutetiere können Ratten, Mäuse und Küken verwendet werden.

Fortpflanzung des grünen Hundskopfschlingers

Eine Nachzucht ist verhältnismäßig schwierig. Die Schlangen sind lebendgebärend. Nach einer Tragezeit von 6 bis 8 Wochen erfolgt.die Geburt. Ein Wurf kann aus bis zu 20 Jungtieren bestehen. Die Jungen werden im Geäst geboren. Sie können dann auch sofort klettern.

Artenschutz

WA II; EG-VO B

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