Grüner Baumpython (Morelia viridis): Haltung und mehr

Grüner Baumpython (Morelia viridis): Haltung und mehr
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Grüner Baumpython (Morelia viridis): Haltung und mehr
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Dieser Python ist im nördlichen Australien und Neuguinea zu Hause. Hier er lebt im tropischen Regenwald, oft an Gewässern.

Aussehen des grünen Baumpython

Der Grüne Baumpython erreicht eine Länge bis maximal 2 m. Die Weibchen sind immer etwas größer. Der Python hat einen schlanken Körper und einen relativ langen Schwanz. Die Schwanzspitze ist bräunlich -schwarz gefärbt. Die Wirbelsäule ist deutlich sichtbar. Der große Kopf ist vom Hals abgesetzt. Er ist auf der Oberseite stark aufgewölbt und hat eine große, eckige Schnauze. Die Pupillen sind senkrecht geschlitzt und die Iris silberfarben. Die Grundfarbe ist smaragdgrün, selten auch blaugrün bis hellblau. Neben der Rückenlinie verläuft eine Punktreihe mit weißen oder gelblich- weißen Flecken. Die Bauchseite ist hellgelb gefärbt.

Die Jungtiere sind anfangs zitronengelb, rostbraun oder rötlich gefärbt mit sehr unterschiedlichen braunen Linien und Flecken. Sie bekommen erst die Färbung der Alttiere mit 1 bis 3 Jahren.

Lebensweise des grünen Baumpython

Der Grüne Baumpython, wie der Name es schon sagt, ist ein Baumbewohner und kommt selten auf dem Boden. Er ist dämmerungs-und nachtaktiv. Am Tag liegt er fast unbeweglich eingerollt auf Kletterästen. Bei Gefahr oder Störungen kann der Python recht schnell zubeißen Diese Art gilt als verhältnismäßig aggressiv. Eine Winterruhe ist nicht erforderlich.

Haltung des grünen Baumpython

Diese Pythonart ist nur etwas für erfahrene Halter. Für die Haltung ist ein Feuchtterrarium bzw. Regenwaldterrarium geeignet. Es muss verhältnismäßig hoch sein und einen stabilen Kletterbaum und ein beheizbares Wasserbecken mit einer Wassertemperatur von 25 °C  enthalten. Dies sollte ungefähr 25 % der Grundfläche einnehmen. Das Terrarium kann  mit kräftigen, robusten Pflanzen wie Philodendren ausgestattet werden. Als Bodengrund eignet sich eine sandige Torfmull-Blähton-Mischung. Sie sollte aber nicht zu feucht sein. Tagsüber ist eine Lufttemperatur zwischen 25 und 32 °C ideal. Nachts sollte sie auf 20 bis 25 °C abgesenkt werden. Die Temperatur auf den Sonneninseln sollte bei 35 °C liegen. Der Grüne Baumpython benötigt eine hohe Luftfeuchtigkeit zwischen 70 und 80 %. Es sollte daher zweimal täglich gesprüht werden. Bei einer niedrigen Luftfeuchte kann es bei den Tieren schnell zu Atemwegserkrankungen kommen. Empfehlenswert ist der Einsatz eines Ultraschallverneblers. Daneben ist täglich eine 12stündige Beleuchtung notwendig.

Der Grüne Baumpython kann paarweise oder auch in Gruppen mit entweder einem Männchen oder alles nur Weibchen gehalten werden. Männchen sind in der Regel untereinander unverträglich. Bei einer paarweisen Haltung ausgewachsener Tiere wird eine Terrariengröße von 150x100x200 cm empfohlen. Ab dem dritten Tier ist dann je 20 % Grundfläche mehr erforderlich.

Alle Arbeiten im Terrarium sind immer sehr ruhig auszuführen. Die Tiere fühlen sich schnell bedroht und besonders Jungschlangen beißen gerne zu.

Nahrung des grünen Baumpython

In der freien Natur ernährt sich der Grüne Baumpython hauptsächlich von Vögeln und Säugetieren. Dabei wartet er ruhig auf seine Beute. Der Python wickelt dazu seinen Körper in mehreren Schlingen um einen Ast, so dass sein Kopf immer in der Mitte ist.

Bei der Terrarienhaltung werden Ratten, Mäuse und Küken verfüttert. Die Schlange frisst die Tiere meist nur lebend. Bei Jungtieren ist es meist schwierig, sie an eine spontane Futteraufnahme zu gewöhnen. Mitunter kann der Grüne Baumpython ein heikler Fresser sein.

Fortpflanzung des grünen Baumpython

Diese Schlangen sind eierlegend. Die Paarung, Eiablage und das Schlüpfen der Jungen kann zu jeder Jahreszeit erfolgen. Die Paarung kann stimuliert werden, indem die Beleuchtungsdauer verkürzt wird und die Temperaturen nur geringgradig abgesenkt werden. Nach der Paarung stellen die Weibchen die Nahrungsaufnahme bis zum Schlüpfen der Jungen ein. Dadurch, dass die Paarung beeinflusst werden kann, erfolgt meist zwischen Februar und März, nach einer 70 bis 90 tägigen Tragezeit die Eiablage. Das Gelege besteht aus 5 bis 35 Eiern. Die Brutpflege übernimmt das Weibchen. Dazu wickelt es sich mit den Körperschlingen um die Eier. Nach ungefähr 45 bis 65 Tagen und bei einer Temperatur von 29,5 °C schlüpfen dann die Jungen. Durch kräftige Muskelkontraktionen  hält das Weibchen die Temperatur  konstant. Sollte diese ansteigen, werden die Körperschlingen gelockert und Luft an die Eier gelassen.

Artenschutz

WA II; EG-VO B

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