Was ist zu tun bzw. wer hilft bei unerwartet hohen Tierarztkosten?

Eine Schlange bekommt beim Tierarzt eine Spritze
Ein Tierarztbesuch kann schnell ins Geld gehen - vor allem dann, wenn es nicht mit einer Spritze getan ist. Foto: Dora Zett/Shutterstock.com
Was ist zu tun bzw. wer hilft bei unerwartet hohen Tierarztkosten?
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Die tierärztliche Versorgung kann für viele Haustierbesitzer eine große finanzielle Hürde darstellen. Bereits kleine Verletzungen oder Krankheiten können ein großes Loch in die Haushaltskasse reißen. Noch schlechter sieht es aus, wenn das Tier chronisch krank ist und deshalb regelmäßig eine Behandlung benötigt. Viele Haustierbesitzer können sich das nicht leisten, sodass die Tiere schweren Herzens im Tierheim abgegeben werden. Das muss aber nicht sein, denn es gibt viele unterschiedliche Wege, wie man die Tierarztkosten mindern oder umgehen kann.

Selbst zur Tat schreiten

Haustiere machen das Leben schöner, unwichtig, ob ein fröhlicher Hund oder ein niedliches Kaninchen. Da man aber bereits bei der Anschaffung weiß, dass diverse Tierarztkosten auf einen zukommen, kann man mit dem Sparen beginnen. Bereits kleine Einschränkungen sorgen für ein großes Ersparnis, das später dem Tier zugutekommen kann. Zudem kann man sich mit seinem Tierarzt zusammensetzen. Zwar ist bei den meisten Kliniken eine Zahlung der vollständigen Summe üblich, doch immer mehr Tierärzte sind hilfsbereit und bieten eine Ratenzahlung an. Dadurch fällt die finanzielle Belastung kleiner aus, da man über mehrere Monate bezahlen kann. Außerdem gibt es die sogenannte „Tiertafel“, die vergleichbar mit der herkömmlichen „Tafel“ ist. Statt verschiedenen Lebensmitteln erhält man hier Futterrationen für Haustiere jeglicher Art. Sollte man also knapp bei Kasse sein, kann man sich hier Futter abholen und somit Geld für den Tierarzt sparen. Die Tiertafel bietet aber noch mehr Vorteile. Je nach Tiertafel, die es in vielen unterschiedlichen Städten gibt, werden andere Leistungen angeboten. Bei manchen Tiertafeln kommen regelmäßig ehrenamtliche Tierärzte vorbei, welche die Haustiere gratis untersuchen. Wiederum andere helfen bei der Findung von Vereinen, Instituten und Verbänden, die bei der Unterstützung der Tierarztrechnung helfen. Insofern ist die Tiertafel eine gute Adresse, wenn man Hilfe gegen hohe Tierarztkosten sucht.

Ehrenamtliche Tierärzte in größeren Städten

Seit einigen Jahren ist es Standard, dass Tierärzte ehrenamtlich aktiv sind. Meist am Wochenende finden sich diese an großen Plätzen, wie Bahnhöfen, in Großstädten ein. Die Untersuchungen sind vollkommen kostenlos. Auch die Ausgabe von Medikamenten ist möglich, die zuvor von Spenden finanziert wurden. Gedacht sind diese Tierärzte für obdachlose sowie finanzschwache Tierhalter. Das bedeutet, sollte die Behandlung zwar teuer, aber nicht unbezahlbar für einen sein, sollte man lieber andere Wege in Anspruch nehmen. Immerhin gibt es sehr viele Menschen und Tiere, welche die Aufmerksamkeit der ehrenamtlichen Tierärzte nötiger haben, wie auch hier zu lesen ist. Deshalb sollte man diese Lösung nur nutzen, wenn das eigene Tier ansonsten abgegeben werden müsste, da man sich die Behandlung nicht leisten kann. Darüber hinaus sind viele Tierärzte sehr hilfsbereit und weißen auf weitere Möglichkeiten hin, wie man das Tier behandeln kann oder wo man Hilfe findet.

Verbände, Vereine und Ehrenamtliche

Neben den ehrenamtlichen Tierärzten in großen Städten gibt es auch viele Verbände und Vereine, die einen weiterhelfen können. Über das Internet, den eigenen Tierarzt oder die Tiertafel kann man sich darüber informieren, wo die nächsten Verbände oder Vereine zu finden sind. Es ist immer gut, wenn man dort einen persönlichen Termin vereinbart, als einfach nur über E-Mail oder Telefon nachzufragen. Diese Verbände und Vereine sind sehr unterschiedlich. Einige können dank Spenden bei der Bewältigung der Kosten helfen, wiederum andere weisen auf weitere Organisationen hin. Es gibt auch einige, die ein gutes Wort beim Tierarzt einlegen und somit eine Minderung erwirken. Solche Vereine und Verbände sind somit eine gute Anlaufstelle, wobei man nicht immer eine finanzielle Hilfe erwarten kann. Außerdem setzen viele ehrenamtliche Organisationen voraus, dass man einen Nachweis der Bedürftigkeit vorlegen kann. Solche Nachweise können vom Tierarzt eingeholt werden oder man bringt das eigene Haustier mit und weist auf die jeweilige Notwendigkeit einer Behandlung hin. Dieser Schritt ist auch bei der Tiertafel notwendig. Helfen all diese Wege nicht weiter, gibt es sogar Kleinkredite, die nur wenige Hundert Euro beinhaltet. Das sollte aber wirklich der letzte Schritt sein, denn man muss auch die Zinsen bedenken.

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