Moschusschildkröten: Infos zur Haltung und mehr

Moschusschildkröten: Infos zur Haltung und mehr

Die aus Nordamerika stammende Moschusschildkröte ist in ihrem Aussehen recht interessant und sehr pflegeleicht. Diese Schildkröten sind die kleinsten Wasserschildkröten ihrer Art. Diese unkomplizierten Tierchen können in einem Aquarium im Hause oder Gartenteich gehalten werden.

Ein etwas anderer Panzer

Die Moschusschildkröten unterscheiden sich bereits in dem nicht verschlossenen Panzer. Durch die Zurückbildung des Bauchpanzers erreichen die Schildkröten eine höhere Beweglichkeit. Dieser kleinere Panzerschutz wird mit größerer Aggressivität bei Bedrohung wieder ausgeglichen. Dabei versprühen die Moschusschildkröten ein Sekret, das äußerst unangenehm riecht. Diesem Geruch verdankt diese Art ihren Namen. Bei der Haltung im Aquarium kann dies Versprühen geschehen, wenn die Schildkröte herausgenommen wird und als Bedrohung ansieht.

Perfekte Beckengröße

Aufgrund der kleinen „Größe“ von 7 bis 10cm kann den Moschusschildkröten ein naturnahes und geräumiges Becken, Glasterrarium oder Schildkröten Terrarium eingerichtet werden. Daher ist ein Becken von 100 x 50cm für 1 Tier völlig ausreichend. Für etwas größere Moschusschildkröten von 14 cm sollte ein größeres Becken vorhanden sein.

Diese Schildkrötenart sollte unbedingt allein in einem Becken gehalten werden, denn Artgenossen gegenüber können sie recht aggressiv werden.

Kurze Zeiten auf festen Boden

Moschusschildkröten halten sich hauptsächlich im Wasser auf. Daher muss ein Stück Land für nächtliche Erkundungstouren keine Ausmaße erreichen. In der Nacht nutzt die Schildkröte ihr Land zur Futtersuche. Um Sonne zu tanken, klettern Moschusschildkröten sehr gerne auf Äste, die aus dem Wasser ragen.

Die passende Beleuchtung

Moschusschildkröten stammen aus gemäßigten Zonen, daher sollte die Dauer der Beleuchtung auf die Jahreszeiten eingestellt werden. Alle Schildkröten lassen sich in der Natur von der Sonne mit UV-B bestrahlen, um das wichtige Vitamin D zu erlangen. Daher ist dieses bei der artgerechten Haltung zu beachten.

Vielseitige Ernährung

Moschusschildkröten fressen gerne Fleisch in Form von Wasserinsekten, Würmern und Fischstückchen. Als besonderer Leckerbissen stehen Krebstiere und Schnecken im Gehäuse an erster Stelle. Bei der häuslichen Haltung kann den Tieren spezielles Trockenfutter zugefüttert werden. Jegliches Futter kann dem Leckermaul im Zoohandel besorgt werden.

Schnelle Paarung

Das ganze Jahr können sich Moschusschildkröten paaren. Im häuslichen Aquarium kann die Paarung gezielt gestaltet werden. Das Weibchen wird zu dem Männchen gesetzt und die Paarung beginnt unmittelbar und ist von kurzer Dauer. Mit Avancen hält sich das Männchen nicht auf. Es kommt vor, dass das Weibchen vier Gelege mit jeweils 1-5 Eiern belegt. Die Gelege werden nicht zwangsläufig vergraben, dafür genügt dem Weibchen das Ablegen unter Sträuchern, Wurzeln oder der freie Grund. Nach der Paarung sollte das Weibchen wieder vom Männchen entfernt werden.

Die Ruhe im Winter

Für zwei Monate begeben sich Moschusschildkröten in Winterruhe. Damit die Freude an den Tieren lange erhalten bleibt, sollte den Schildkröten dieser Jahresrhythmus gestattet werden. Wichtig ist die Überwinterung im Haus, denn in der Winterstarre, die zwischen August bis November geschieht, sollten bei den Moschusschildkröten Temperaturen zwischen zehn und zwölf Grad Celsius gewährleistet sein.

Die Moschusschildkröte: Sternotherus odoratus (Art für Art / Terraristik)
  • Maik Schilde
  • Herausgeber: Natur und Tier
  • Auflage Nr. 4 (03.12.2012)
  • Taschenbuch: 64 Seiten

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