Goldgecko: Haltung im Terrarium

Goldgecko in der Nahaufnahme
Ein Goldgecko braucht viele Versteckmöglichkeiten, um sich im Terrarium wohl zu fühlen. Foto: Huw Penson/Shutterstock.com
Goldgecko: Haltung im Terrarium
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Wer sich einen Goldgecko als Haustier anschaffen möchte, muss sich diesen Schritt gut überlegen. Goldgeckos sind keine gewöhnlichen Haustiere, daher muss man sich vor dem Kauf gründlich über Geckohaltung informieren. Als Schmusetiere sind Goldgeckos absolut nicht geeignet. Es bringt aber viel Spaß, sie zu beobachten. Für die Haltung von Goldgeckos wird ein Terrarium benötigt, in dem besondere klimatische Bedingungen geschaffen werden müssen. Man braucht genug Platz und einen geeigneten Raum, um das Terrarium unterzubringen.

Goldgeckos in der Natur und im Terrarium

Goldgeckos stammen aus tropischen und subtropischen Regenwäldern und Bergwäldern von Vietnam. Dort halten sie sich auf Bäumen und in den tiefen Spalten von Sandsteinen auf. Dementsprechend muss auch ein Terrarium konzipiert werden. Großblättrige Pflanzen, die von Zeit zu Zeit mit Wasser besprüht werden können, Äste und Sandsteine müssen den Eindruck eines Regenwaldes erwecken. Ein Goldgecko braucht viele Versteckmöglichkeiten, um sich im Terrarium wohl zu fühlen. Die Temperaturen im Terrarium müssen tagsüber zwischen 25 und 30 und nachts zwischen 20 und 23 Grad gehalten werden. Die ideale Luftfeuchtigkeit ist zwischen 70 und 80%. Goldgeckos halten Winterschlaf von ungefähr zwei Monaten, daher muss die Beleuchtungsdauer auf 6 Stunden pro Tag und die Temperaturen auf 15 bis 18 Grad in den Wintermonaten reduziert werden.

Die richtige Größe des Terrariums

Der Richtwert für die passende Terrariumsgröße kann nach der folgenden Formel ausgerechnet werden:

Terrarium (Länge/Breite/Höhe) = Kopf-Rumpf-Länge x 4/Kopf-Rumpf-Länge x 3 /Kopf-Rumpf-Länge x 2

Diese Formel gilt für die Berechnung des Terrariums mit 2 Geckos. Sollten im Terrarium mehrere Tiere untergebracht werden, sollte die Grundfläche des Terrariums um 50% für jedes weiteres Tier erhöht werden. In kleineren Terrarien wird sich der Goldgecko nicht wohl fühlen und wird öfter krank. Wenn mehrere Männchen in einem kleinen Terrarium leben, führen sie öfter Kämpfe um den Lebensraum, was letztendlich zu einem unnötigen Stress für die Tiere führt. Daher gilt die Regel: je größer ist das Terrarium, desto besser.

Im Fachhandel gibt es verschiedene Terrarien aus verschiedenen Materialien. Am besten geeignet sind die großen Terrarien aus Glas, die aber sehr teuer sein können. Eine günstigere Alternative wäre ein Holzterrarium mit Glasfront.

Die passende Einrichtung

Wenn man mehrere Goldgeckos in einem Terrarium unterbringt, muss man dafür sorgen, dass jeder Goldgecko ein Versteck hat. Goldgeckos sind dämmerungs- und nachtaktiv und werden fast den ganzen Tag in seinen Verstecken verbringen. Als Verstecke eignen sich Stein-Aufbauten, Wurzeln, umgedrehte Blumen-Untersetzer oder halbierte Blumentöpfe. Die Verstecke dürfen nicht sehr geräumig sein, sonst fühlen sich die Goldgeckos nicht geborgen. Auch Klettermöglichkeiten sind sehr wichtig für Geckos. Dicke, raue Äste sind dafür bestens geeignet. Eine Trinkschale darf im Terrarium nicht fehlen und muss regelmäßig mit frischem Wasser befüllt werden.

Ein richtiges Terrarium ist eine Garantie des Wohlbefindens des Goldgeckos

Je näher bildet das Terrarium den natürlichen Lebensraum des Goldgeckos nach, desto besser wird das Tier sich in diesem Terrarium fühlen. Es lohnt sich etwas mehr in das passende Terrarium zu investieren, um das Wohlbefinden des Tieres zu erlangen. Und dem Halter wird es viel Spaß machen, das Verhalten von einem wohlfühlenden Goldgecko zu beobachten.

Über Marvin 139 Artikel
Der Autor beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Haltung von Reptilien und schreibt darüber und zu zahlreichen Terraristik-Themen in diesem Blog.

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