Drei Möglichkeiten um Terrarien effektiv zu heizen

Drei Möglichkeiten um Terrarien effektiv zu heizen
Foto: VISKA/Shutterstock.com

Im Terrarium spielen Licht und Wärme eine wichtige Rolle, da davon das Wohlbefinden der Reptilien abhängig ist. Reptilien sind wechselwarme Tiere. Das bedeutet, dass sie ihre Körpertemperatur auch nicht von selbst regulieren können. Unser Raumklima in Deutschland ist für diese Tierart im Prinzip überhaupt nicht geeignet. Reptilien stammen in der Regel aus Habitaten, die nicht nur tagsüber hohe Temperaturen aufweisen, sondern auch in der Nacht. Es ist also klar, dass ein Terrarium möglichst naturgetreu simuliert werden muss. Nur dann bleiben die Tiere auf Dauer auch wirklich gesund.

Es gibt mehrere Möglichkeiten um Terrarien effektiv zu heizen. Die beliebtesten Optionen sind Heizmatten und Heizsteine, sowie natürlich auch die praktischen Wärmelampen.

Heizmatten für das Terrarium

Heizmatten zählen mit zu den preiswertesten Möglichkeiten als Terrarienheizung. Es gibt sie in unterschiedlichen Größen und Modellen. Sie haben den Vorteil, dass sie einfach zu installieren sind und die Wärme im Prinzip auch schön gleichmäßig verteilen. Die für das Terrarium notwendige Wärme wird also mit den Heizmatten wirklich effizient weitergeleitet. Allerdings gibt es bei den Heizmatten für Terrarien ziemliche Unterschiede. Sie sollten mit einer guten Schutzfolie versehen sein, um nicht den scharfen Krallen der Reptilien ausgesetzt zu werden. Die Heizmatten können entweder an der Außenwand angebracht werden oder unter einer Substratschicht. In diesem Fall muss auf einen möglichen Wärmestau geachtet werden. Aufgrund ihrer relativ großen Grundfläche sind die Matten in der Lage, viel Wärme zu erzeugen. Dadurch lässt sich die Terrarienluft auch ziemlich gut aufheizen.

Heizsteine für das Terrarium

Heizsteine zählen ebenfalls mit zu den besten Möglichkeiten, die Reptilien vor Kälte zu schützen. Sie sind in der Regel so beschaffen, dass ein direkter Körperkontakt mit den künstlichen Steinen möglich ist. Die meisten Reptile sind in ihrem naturalen Habitat gewöhnt, auf sonnengewärmten Steinen ihre Körpertemperatur zu regeln. Die Temperatur von den Heizsteinen wird durch ein integriertes Thermoelement geregelt. Wie auch im Fall der Heizmatten nehmen sie im Verhältnis wenig Strom auf. Praktisch ist natürlich auch der dekorative Effekt der Steine, da sie eigentlich von echten Steinen überhaupt nicht zu unterscheiden sind. Vor allem Arten wie z.B. die Leopardegeckos haben die Gewohnheit, sich am Abend auf den Heizstein zu legen. Er sorgt nicht nur für ein besseres Wohlbefinden der Reptilien, sondern unterstützt auch noch die Verdauung. Es ist allerdings auf die Temperatur zu achten, da er nicht zu heiß werden darf.


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Wärmelampen in Terrarien

Was die Wärmelampen angeht, so sind sie ideal für eine platzierte Beleuchtung und auch für die Erwärmung. Man kann damit beispielsweise den Lieblingsplatz (oder Stein) vom Gecko oder vom Bartagame wärmen, indem die Lampe oder der Wärmestrahler in einer Ecke vom Terrarium angebracht wird. Dadurch haben die Reptilien dann ihren eigenen Sonnenplatz. Wird dieser zu warm, dann können sie einen kühleren Platz aufsuchen. Wärmelampen im Terrarium ermöglichen deshalb auch unterschiedliche Temperaturzonen, da sie punktuelle oder platzierte Wärme ermöglichen. Ansonsten ist eine zusätzliche UV-Beleuchtung empfehlenswert. Infrarotstrahler beispielsweise sind für Nachts geeignet, da sie fast kein sichtbares Licht abgeben und trotzdem noch gute Wärmequellen sind. Licht und Wärme hängen also durchaus zusammen. Wer schon mehrere Lampen im Terrarium hat, sollte gegebenenfalls auf andere Optionen ausweichen.

Heizelemente für die Nacht

Viele Reptilien benötigen auch in der Nacht noch angenehme Temperaturen in Terrarien. Bei der Auswahl der Heizquellen sollte man sich deshalb auf Optionen verlassen, die mit den typischen Leuchtmitteln nichts zu tun haben. Auch in diesem Fall sind Heizmatten, Heizsteine und natürlich auch die praktischen Wärmestrahler ideal. Wer seine Reptilien nachts beobachten möchte, sollte sich gegebenenfalls und je nach Reptilart beispielsweise für Keramikheizstrahler, Infrarotlampen sogenannte Mondlichtlampen entscheiden. Ansonsten hat das Licht zumindest bei einem geregelten Tag und Nacht Rhythmus der Tiere, zu späten Stunden, eigentlich überhaupt nichts mehr zu suchen. Es ist also klar, dass die Reptilien auf zusätzliche Heizquellen angewiesen sind, die mit der Lichtquelle am Tag ausfallen. Ein Thermostat für Terrarien ist übrigens sehr hilfreich, um den Tieren die gewünschten unterschiedlichen Temperaturzonen zu bieten.

Sicherheitsfaktoren nicht außer Acht lassen

Bei der Auswahl der geeigneten Wärmequelle ist auf jeden Fall auf die Sicherheit der Reptilien zu achten. Egal ob man sich jetzt für Wärmelampen, Heizmatten oder Heizsteine entscheidet, wichtig ist sich auf gut verarbeitete Produkte zu verlassen. Die gewählten Heizelemente sollten vor Spritzwasser und auch vor versehentlichen Stürzen geschützt sein. Selbstverständlich spielen auch die Kabel und die Verlegung eine wichtige Rolle, damit die Reptilien die Kabel nicht beschädigen können. Ansonsten sollte man darauf achten, dass man die Wärmequellen auch regulieren kann.

Wie schon erwähnt, sind Licht und Wärme mit die bedeutendsten Faktoren für ein Terrarium. Je mehr Licht in den Terrarien enthalten ist, desto höher steigt natürlich auch die Temperatur. Ansonsten ist noch zu beachten, dass es Reptilien gibt, die Wärme nur dann wahrnehmen können, wenn diese mit für sie sehbarem Licht integriert ist, also ähnlich wie bei der Sonne. Bei der Auswahl von einem optimalen Heizelement für das Terrarium sollte man sich also nicht auf das menschliche Auge verlassen, sondern auf den reinen Nutzen der exotischen Tiere.

Über Philipp Egger 1 Artikel
Philipp Egger ist ein professioneller Redakteur und ein erfahrener Content Manager bei Essayhilfe. Sie können auch ihn direkt über Facebook erreichen.

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